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Ich bin verliebt. Und ich werde mit ihr und an ihrer Seite den
Schlaf nicht mehr finden. Denn jetzt ist die Liebe nichts
mehr, was einmal geholfen hat.
Verliebt sein, und einsam durch die Straßen ziehen. Ver-
lassene Gegenden bevorzugen.
Den Cafés, die gerade erst ihre Tische und Stühle im
Freien
aufgestellt haben, aus dem Weg gehen.
Um den Frühlingsfeuerwerken an den Wochenenden werde
ich herumschleichen, und alle hundert Meter wird eine
fallengelassene Zigarettenkippe meine verschlungenen
Wege nachzeichnen.
Verliebt sein: Unausgeschlafen werde ich meine Wohnung
verlassen, drei Stufen gleichzeitig nehmen und im Parterre
mit dem Kopf gegen die Wand knallen.
Ich werde das Geld im Automaten stecken lassen und zum
Frühstück Kamillentee trinken.
Tausendmal am Tag mich entschuldigen für tausend
Unachtsamkeiten und beim "Entschuldigen Sie" an "ich
bin
verliebt, also krank" denken müssen.
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