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St. Johann in Tirol: Ein einwandfreier Ort
[02] Ein Essay

Stolz nickte ich, wenn ich gefragt wurde, ob die weißen
Socken dazugehörten, und gleich wirkten Rock und Hemd
wie eine bedeutsame Uniform, die wichtigen Dingen
angehörte. Übertragen auf die vielzitierte Tradition
und das Volkstum geschieht Ähnliches. Der Einheimische
und der Blick des Touristen gehören zu einer Kultur, zur
Tourismuskultur. Beide bedingen diese und sich gegenseitig.

Doch den Einwand gibt es: die Bewegung, die Kultur, die
durch den Tourismus entstand, ist eine, die im Inneren
kaum Bewegung kennt. Die Veränderung ist eine, die
rückwärtsgewandt ist und konserviert, weil der Urlauber
nicht die Veränderung von Welt erwartet, die er zu Hause
erfährt, sondern eine exotische, etwas stehen gebliebene
Welt, in der alles noch so ist, wie es immer war. Das
Problem ist weniger, dass der Tourismus alles verändert,
sondern dass er es bedingt, dass alles beim Alten bleibt
und somit das Wesentliche einer lebendigen Kultur, die
Veränderung, untergräbt.

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Auswahl

St. Johann: Ein einwandfreier Ort
Das Lachen der Materie
Miteiander auseinander
Was soll Dramatik
Das Gute wollen, das Blöde tun
Wie Europa uns einmal gerettet hat
Der eurobeige Traum
Nackt sind die Anderen
Michael oder Mary
Von der Notwendigkeit der Kunst
Live free or die - lebe frei oder sterbe


Diverse Rezensionen und Kritiken in
Zeitungen und Zeitschriften