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Die Störung
RAI 2004
Das Drama schildert die Geschichte der jungen Grazia, die
aus der Großstadt in die geschlossene Welt eines Dorfes
kommt, in der ihre Mutter lebte und starb. Was sie dort
erwartet, verändert ihr Leben.

Von Anfang an ist Grazia auf Kollisionskurs mit den
Bewohnern des Dorfes, in dem die Uhren nach Winter- und
Sommersaison eingestellt sind und in der Zwischenzeit
gewartet wird: Sie ist anders, und sie stört: ein wenig
großstadtneurotisch, ehrgeizig herablassend. Und: sie legt
keinen Wert darauf, sich den Gesetzen des Dorfes zu
unterwerfen. Dieser Eigensinn wird sanktioniert: Sie wird
angegriffen und sie greift selbst an.

Mit einer an Körperverletzung grenzenden Gleichgültigkeit
wird ihre Individualität übergangen. Zugleich reißen die
privaten und geschäftlichen Verbindungen zu ihrer Stadt ab.
Die Vergangenheit der Mutter, mit der sie nie etwas zu tun
haben wollte, holt sie ein und mit ihr das Bild der Gestörten.
Grazia wehrt sich nach Kräften gegen diese Vereinnahmung,
doch diese Rebellion scheint das vorgefertigte Bild erst recht
zu bestätigen.

 



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