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Also sitze ich mit mir, wenn ich nicht stehe, hier.
Schaue auf die Landschaft, auf den Riesenferner vor mir.
Schaue ihn an mit den Augen von Hanno, dann ist er magisch.
Hanno sieht den Riesenferner mit den Augen eines Fremden. Das ist
das Geheimnis. Mit den Augen eines Fremden wird ein Ort magisch.
Wenn ich ihn mit den Augen von Hanno anseh, ist das hier ein magischer
Ort. Wenn ich ihn mit meinen Augen anseh, könnte ich kotzen.”
Mitten in der Gletscherlandschaft, umgeben vom Karneval
der Hotels, Skilifte und Après-Ski-Hütten, steht wie
ein toter Baum Destinas elterliches Haus.
Hier verbringt Destina ihr Leben mit Warten auf Hanno, und während
sich unter den gelassenen Augen der massiven Natur die Zeit dehnt,
kommen und gehen die Kriege, die Naturkatastrophen, die Menschen
der letzten fünfzig Jahre.
Was von Hanno bleibt, ist das gemeinsame Kind Florinda, das den
Vater nie kennengelernt hat. Auch sie ist wie die Mutter zum Warten
verurteilt, sehnt sich nach dem Eintreten des Lebens - und bemerkt
hauptsächlich nur dessen Vorbeiziehen.
Der Konflikt zweier sich diametral gegenüberliegender Sehnsüchte
der gemeinsam Wartenden bestimmt das Spannungsfeld des Dramas; eine
bis zum Anschlag ausgereizte Erwartung im Stillstand, Momente kurz
vor dem Gewaltausbruch und solche, die in bizarre Komik umschlagen.
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