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Gletscher
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Ausgezeichnet mit dem dritten Preis für das beste Stück bei DRAMA X 2006 in Wien.
UA im Theater Rampe, Stuttgart am 21. Februar 2008

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Also sitze ich mit mir, wenn ich nicht stehe, hier.
Schaue auf die Landschaft, auf den Riesenferner vor mir.
Schaue ihn an mit den Augen von Hanno, dann ist er magisch.
Hanno sieht den Riesenferner mit den Augen eines Fremden. Das ist das Geheimnis. Mit den Augen eines Fremden wird ein Ort magisch.
Wenn ich ihn mit den Augen von Hanno anseh, ist das hier ein magischer Ort. Wenn ich ihn mit meinen Augen anseh, könnte ich kotzen.”


Mitten in der Gletscherlandschaft, umgeben vom Karneval
der Hotels, Skilifte und Après-Ski-Hütten, steht wie ein toter Baum Destinas elterliches Haus.
Hier verbringt Destina ihr Leben mit Warten auf Hanno, und während sich unter den gelassenen Augen der massiven Natur die Zeit dehnt, kommen und gehen die Kriege, die Naturkatastrophen, die Menschen der letzten fünfzig Jahre.
Was von Hanno bleibt, ist das gemeinsame Kind Florinda, das den Vater nie kennengelernt hat. Auch sie ist wie die Mutter zum Warten verurteilt, sehnt sich nach dem Eintreten des Lebens - und bemerkt hauptsächlich nur dessen Vorbeiziehen.

Der Konflikt zweier sich diametral gegenüberliegender Sehnsüchte der gemeinsam Wartenden bestimmt das Spannungsfeld des Dramas; eine bis zum Anschlag ausgereizte Erwartung im Stillstand, Momente kurz vor dem Gewaltausbruch und solche, die in bizarre Komik umschlagen.


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Verlegt bei
Hartmann & Stauffacher, Köln [>>]